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Meine Internet-Basisstation.

michael

Ein halbes Jahr withknown

4 min read

Naja, nicht ganz, am 20 Februar gab es den ersten Post von mir auf meiner schicken known-Webseite. Kennengelernt habe ich das von Konrad Lischka, allerdings per Google+ :D

Known ist Teil der IndieWeb-Bewegung, die uns wieder Herr der Daten werden lassen möchte. Im Prinzip geht es darum, dass ich meine Inhalte auf einer Platteform veröffentliche und dann entscheiden kann, in welchen kommerziellen Netzwerken ich sie veröffentlichen möchte.

3 Punkte sind für das IndieWeb entscheidend:

  • Deine Inhalte gehören dir
  • Du bist besser verbunden, weil dein Beitrag auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht werden kann
  • Du entscheidest, wie dein Beitrag aussehen soll

Ermöglicht wird das zum Beispiel mit Known, das hier auf meiner Seite läuft. Aber auch Wordpress wird als mögliche Software genannt.

Known lässt sich auch recht simpel installieren. Ich habe diese Anleitung genutzt und konnte sie auf meinen Hoster anwenden. Die Schritte sind auch nicht sehr aufwendig: Domain einrichten und auf Verzeichnis verweisen, Datenbank mit Benutzer anlegen, die Webseite aufrufen und dann einrichten. Anschließend werden hier die ersten Funktionen erklärt, auch nichts aufregendes.

Etwas kniffliger ist dann die Verbindung zu Facebook. Hierfür ist ein Entwickler-Account nötig, der aber nichts kostet. Hier muss ich dann eine App anlegen, die dann Zugriff auf meine known-Seite erhält. Das hat dann den Vorteil, dass ich von meinem Beitrag eine Kopie zeitlich bei Facebook veröffentlichen kann. Diese ist dann natürlich immer öffentlich.

So sieht die Kopie bei Facebook aus

Um das zu erledigen muss ich das Facebook-Plugin installieren und einrichten, sowie meine Seite mit brid.gy verknüpfen. Letzteres geschieht aber bequem über das Menü in known.

Sollte das alles zu anstrengend sein, erledigt das Convoy für $5 im Monat.

Ist das alles erledigt, kann es eigentlich auch losgehen. Verschiedene Möglichkeiten, um Inhalte zu veröffentlichen stehen bereit.

Möglichkeiten für Postings

Das Status update ist ein kleiner kurzer Beitrag, wie er wohl für twitter und Facebook üblich ist. Ein Post ist ein längerer Beitrag wie dieser hier.

Mit Photo kann ich ein Foto mit Beschreibung veröffentlichen. Dies landet dann z.B. bei Facebook im Ordner der App, bei mir "michi.wtf".

Bookmark nutze ich bisher eher selten, weil dies ja dann nur ein Link zu einer externen Webseite ist. Aber ich bin ja selbst noch am ausprobieren.

Location und Audio habe ich noch nie genutzt. Letzteres ist wohl für Leute mit einem Soundcloud-Konto.

Smartphone

IIch nutze known eigentlich eher am Smartphone, da ich oft kurze Status Updates oder Fotos veröffentliche.Ich habe keine Facebook-App, sehe dank Brid.gy aber trotzdem die Reaktionen über Facebook. Allerdings frage ich mich, ob die Leute auch wissen, dass ihr Kommentar dann auch hier erscheint.... ? :-)

Ich habe known einfach als Lesezeichen bei Firefox angelegt, das geht eigentlich ganz gut. Mit der Chrome-App könnte ich glaube ich auch eine richtige Web-App erstellen, die dann auch im Weiterleiten-Menü erscheint. Das habe ich aber noch nicht getestet.

So sieht der Beitrag aus, wenn ich den Facebook-Schalter umlege.

Grundsätzlich bin ich aber recht zufrieden mit known. Mir gefällt die Idee, die Sachen erst mal auf meiner Webseite zu veröffentlichen und dann kopien zu verteilen.

Und weil ich noch gerne Instagram benutze, versuche ich das als nächstes. Dafür gibt es auch ein Plugin, das aber leider in die andere Richtung funktioniert. Zuerst bei Instagram posten, dann wird das Foto hier eingebunden.

Was mich ebenfalls interessieren würde: wo gibt es deutsche known Benutzer?

 

michael

Wie ich auszog, die AfD zu verstehen

2 min read

Malte Henk meldet sich unter falschem Namen bei Facebook an und befreundet sich mit AfD-Anhängern, manche lernt er auch unter seinem echten Namen kennen. Ein toller Artikel. Der nachfolgende Auszug möchte ich besonders hervorheben, beschreibt er doch die Echokammer ganz gut.

Ich würde gern sagen, dass ich das alles einfach nur lächerlich fand, muss aber eingestehen, dass Facebook von rechts auf mich gewirkt hat, ähnlich einer täglichen Strahlentherapie. Ich konnte zu jeder beliebigen Zeit auf meine Seite gehen und sah neue Meldungen über gewaltsame Übergriffe durch Flüchtlinge. Zuerst dachte ich, all diese Meldungen stammten von Lügen-Seiten.

Dann fiel mir auf: Eine beträchtliche Menge davon ist wahr.

(...)

Wo viele Millionen Menschen zusammenleben, kann man für fast jede Verallgemeinerung Belege finden, man muss nur lange genug suchen. Vorstellbar wäre ein Freundeskreis, der Beweise für die Gewalt von Wanderern gegen Mountainbiker zusammenträgt. Oder von Putzfrauen gegen Haustiere. Sechs Wochen volle Dosis auf Facebook, und ich wäre in großer Sorge um die deutsche Hauskatze und hätte einen Hass auf Putzfrauen.

Quelle: Zeit Online - Wie ich auszog, die AfD zu verstehen.